Heißer Kampf mit Ausgleich und genialer Schlussrettung durch Torhüter Diego Terrones
Zum ersten Auswärtsspiel 2026/27 musste Wacker beim VfL Mürsbach antreten, die in der letzten Saison den Aufstieg in der Relegation verpasst haben. Da sie in der neuen Kreisklasse-Saison sicherlich nicht wunschgemäß mit 1:1 beim FC gestartet sind, wollten sie heute mit sofortigem druckvollen Angriffsspiel ihre Stärke beweisen. Trotzdem begann erst Wacker mit einem Freistoß (12.), der nach Kopfball das Tor verfehlte. Mit einem Blitzkonter überraschte Mürsbach darauf die Wackerabwehr, legte gezielt zu Süppel in die Mitte auf, der dies zur frühen Heimführung nutzte (14. Min., 1:0). Zwar sahen die Zuschauer eine abwechselnd nach vorn stürmende Partie, doch errangen die Gastgeber mehr Ballgewinne durch besseren Zweikampfeinsatz, mit dem sie auch die Gäste zu unkontrollierten Zuspielen zwangen, die auch mit ihren weiten Vorschüssen selten die Heimabwehr in Gefahr brachten, obwohl der dribbelstarke Anas Hamoudi den vorstürmenden Finn Haferkamp anpasste, dieser sich zwar an der Toraußenlinie durchbiss aber mit dem Schuss ans Außennetz (24.) den Ausgleich verpasste. Die jetzt gut gestaffelte Wackerabwehr, von der gern spielfreudig Christoph Tippelt und Haferkamp sich nach vorne spielerisch anboten hatten es schwer den Mürsbacher Abwehrriegel zu durchstoßen. Da ein Kopfball nach einer Ecke (28.) und der durchgebrochene Timo Renk nicht richtig zum Abschluss kam (32.) blieb es beim knappen Rückstand vor der hitzemäßig nötigen Pause.
Mit schnellen Angriffen und auch Ballwechseln suchte Wacker den Ausgleich zu erzwingen, während sich Mürsbach verstärkt auf das Halten des Vorsprungs zu versteifen um mit Kontern nach vorne für weitere Gefahr zu sorgen. Da btachte Wacker jetzt öfter in die Torraumnähe, doch es fehlte einfach der letzte Biss zum Torerfolg. Dazu kamen jetzt zweifelhafte Entscheidung des Schiedsrichters ins Spiel, denn erst wurde der steile Pass für Timo Renk mit dessen Alleinlauf aufs Tor und dem regelwidrigen körperlichen Einsatz des Heimkeepers nicht als Elfmeter gewertet (48.) und dann war der Freistoß von Haferkamp in die Mitte mit dem Kopfballerfolg ins Tor geleitet worden (56.), doch hier wurde der nicht angespielte Außenstürmer als Abseitsgrund genutzt um das Tor nicht anzuerkennen. Wie aus dem nichts gelang Anas Hamoud mit dem nach in die Spitze geschossenen Pass sich spielerisch freizuspielen und geschickt und gekonnt den Ausgleich zu erzielen (72. Min., 1:1).
Absolute Fairness bewies der Mürsbacher Trainer Nico Imhof, der nach seinem Tor, das das 2:1 gewesen wäre, zugab, den Ball mit der Hand berührt zu haben, weshalb der Schiri auf Abstoß entschied. Super Geste!
Nachdem die Emotionen abgekühlt waren mehr versucht wurde den Ball zu halten als zu stürmen, kamen in der Gluthitze die Gastgeber gegen konditionell nachlassende Wackerer immer mehr in Fahrt und boten, angetrieben von Spielertrainer Nico Imhof überlegenen Angriffsfußball. Erstaunlich war was in den letzten 5 Minuten allein Wacker-Torwart Gustin Terrones aus der Hüfte zauberte. Er flog in drei Imhof-Schüssen, bei denen die Zuschauer schon den Torschrei tönen lassen wollten, klärte sich in den Ball werfend auf der Linie und fischte auch noch den Ball unglaublich von der unteren Torecke. Da Wacker diesen Druck bis zum Abpfiff überstand, war hier die hervorragende Leistung von Keeper Diego der Garant zum letztendlich jetzt glücklichen Unentschieden, den sich die Jürgen-Pflaum-Truppe mit kampfkräftigen Einsatz auch verdient hat.
Es spielten: Gustin Terrones, Fabian Popp, Tizian Hetterich, Finn Haferkamp, Christoph Tippelt, Christopher Sünkel, Anas Hamoudi, Fatilh Yildirim, Lars Hoffmann, Matthias Döhnel, Timo Renk – Sebastian Birk, Maximilian Zeitler, Benjamin Loges, Andreas Rödel












DJK Gaustadt – FC Wacker Bamberg II 4:1 (1:1)
Saison für Saison das gleiche leidige Thema für den Wacker 2: Gespickt mit guten Einzelspielern, fehlt weiterhin das Verständnis ein Spiel im Verbund zu bestreiten. Wie bereits bei der Niederlage am Donnerstag gegen Drosendorf setzte es gegen den nächsten Aufstiegsaspiranten, die DJK Gaustadt, die nächste Lehrstunde. Zu Beginn wr die Partie noch ausgeglichener und beide Mannschaften sparten bei den sommerlichen Temperaturen ihre Kräfte. Je länger das Spiel dauerte umso großer wurden jedoch die Räume für die heimische DJK. Mit einem herrlichen Kurzpassspiel wurde ein ums andere Mal das Mittelfeld überbrückt und das über die volle Spielzeit.
Während in der ersten Hälfte keiner so richtig wollte, fiel überraschend der Führungstreffer für die DJK durch Agcioglu mit eiinem schönen Drehschuss aus 11 Metern. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam es zu keinerlei erwähnenswerten Chancen, und mit dem ebenfalls aus dem Nichts entstandenen Ausgleichstreffer durch Tobias Weiß ging es in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff spielten die Gaustadter weiterhin super und souverän ihre Kurzpässe, mit denen die Wackerspieler schlichtweg überfordert waren. Erst (und wie Saison für Saison immer und immer wieder zu beobachten) zeitverzögert kam der Befehl vom Kopf an die Beine, sich zu bewegen. Selbst dann ist es teilweise erschreckend anzusehen wie einige Spieler von A nach B spazieren laufen, anstatt mit Tempo zu versuchen, den Gegner zu stoppen.
Aus dem besagten Kurzpassspiel der Heimmannschaft resultierten dann zwei wunderschöne Treffer, beide in den Winkel, durch erneut Agcioglu (50. Min.) und Mirwald (55. Min.), binnen 5 Minuten. Bei diesen Temperaturen der Todesstoß. In der Folgezeit kämpften einzelne Spieler der Gäste noch gegen die Niederlage, doch wenn sich der Rest diesen Kampf nur ansieht, reicht es eben nicht gegen eine erste Mannschaft zu bestehen. Mit dem Abpfiff erhöhte Mirwald noch auf das verdiente 4:1, so dass man bereits nach vier Spielen weiß, dass auch in diesem Jahr kein Platz unter den ersten drei zu erreichen sein wird.
Der nächste Brocken wartet am Sonntag mit der SG Licheneiche/Gundelsheim und dem x-ten durchgewürfelten Kader im ungeliebten Wacker-Monat August. Auch hier bleibt zu hoffen, dass man die trainierten Abläufe endlich mal vom Kopf in die Beine bekommt. Es gilt wieder zurück in die Spur zu finden.
Es spielten: Steffen Haase, Armin Kleiber, Felix Müller, Simon Zwosta, Jörg Rührer, Christoph Tippelt, Frank Grassl, Markus Unberath, Tobias Weiß, Stefan Breuer, Hando Sadiki – Daniel Töwe, Marin Schuster, David Schwab, Anas Ajbara, Yöussef Aafir, Pit Schmidt, Kushtrim Konjusha, Dennis Schumann Grafiken von Lena

