Wichtiger Dreier!
Nach 2:2-Halbzeitstand noch 2 Tore von Kühl und 1 Tor von Auswechselspieler Erik Kunze in der zweiten Hälfte zum Sieg
Am vergangenen Sonntag reiste die Wacker-Zweite, im gewohnten Schlepptau mit den treuen Spielerfrauen und den üblichen zwei bis drei Edelfans zum Tabellennachbarn nach Pödeldorf. Gerade nach der unglücklichen Niederlage gegen Pettstadt mussten unbedingt drei Punkte her. Das gelang, wenn auch erneut mit der bekannten Abschlussschwäche, im Laufe der zweiten Hälfte. So kann man sich zumindest weiter leise Hoffnungen auf das Minimalziel „Europa“ machen.
Personell bleibt die Lage angespannt: Weiterhin fehlen der Mannschaft fünf Urlauber, drei verletzte Spieler und weitere acht Akteure, die aus unterschiedlichsten, teils unerklärlichen Gründen fehlen. Es ist für den Trainer Jahr für Jahr dasselbe Spiel. Auf dem Papier verfügt man über eine Spitzenmannschaft der A-Klasse, doch durch das erzwungene „Hitzfeldsche Rotationsprinzip“ ist es ein Ding der Unmöglichkeit, konstante Abläufe in Training und Spiel aufeinander abzustimmen. Nur so könnte man schließlich mal dauerhaft mit den Ersten Mannschaften der A-Klasse mithalten.
Zum Spielverlauf:
Die 30 Zuschauer sahen gut startende Gäste, denen man von Beginn an anmerkte, dass sie die drei Punkte unbedingt mit an den Margaretendamm nehmen wollten. Nach zwei vergebenen „Hundertprozentigen“ sorgte Breuer nach nur sieben Minuten mit einer direkt verwandelten Ecke für die frühe Führung. Doch wie schon in den Partien zuvor sollte die Chancenverwertung erneut das große Manko im Wacker-Spiel sein. Wie es dann eben so kommt . . . Aus dem Nichts glich Franke in der 14. Minute für den SC Pödeldorf aus.
Kurz vor der Halbzeit wurde der reaktivierte Tornau dann im Fünfmeterraum von Torhüter Kastner zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kühl souverän zur erneuten Wacker-Führung. Mit dem Pausenpfiff schlug Pödeldorf jedoch wieder zu. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel und einer verunglückten Rettungstat landete der Ball bei Lippert. Dessen Flanke in den Strafraum köpfte Franke völlig problemlos zum 2:2-Pausenstand ein.
Nach dem Seitenwechsel bekam Wacker nach einem unnötigen Foulspiel im Sechzehner den zweiten Strafstoß zugesprochen. Wieder trat Kühl an und verwandelte sicher zur 3:2-Gästeführung.
Es folgten 20 Minuten zähes Mittelfeldgeplänkel inklusive zahlreicher Fehlpässe auf beiden Seiten. Der geübte Zuschauer wusste sofort: Schießt die Heimmannschaft hier den Ausgleich, wird es noch mal richtig spannend. Ein Unentschieden hätte am Ende keinem von beiden so wirklich weitergeholfen.
Dann erlöste erneut Kühl, der wie Tornau seit Wochen bärenstarke und konstante Leistungen abruft, den Wacker. Er belohnte sich mit seinem dritten Treffer an diesem Tag und machte den Sack mit einem abgefälschten Schuss aus gut 20 Metern, der für den Heimkeeper unhaltbar war, zu.
Seine kurze aber wichtige Einsatzzeit krönte schließlich der an diesem Spieltag aushelfende Kunze … Fünf Minuten nach seiner Einwechslung und nur fünf Minuten vor dem Abpfiff traf er zum 5:2 aus Gästesicht.
Den Schlusspunkt setzte dann die Ellerntal-Legende Ralf Werner. In seinem 481. Spiel erzielte der 59-Jährige mit seinem 241. Karrieretreffer mit dem Schlusspfiff noch das 3:5, der Schlusspunkt unter ein schwaches, aber durchaus unterhaltsames A-Klassen-Spiel.
Es spielten: Steffen Haase, Armin Kleiber, Felix Müller, Jörg Rührer, Stefan Kühl, Frank Grassl, Markus Unberath, Kushtrim Konjusha, Simon Zwosta, Tobias Weiß, Roland Tornau – David Schwab, Pit Schmidt, Dennis Schumann, Martin Schuster, Sergio Isele Bilder der Torschützen Stefan Breuer, Stefan Kühl und Erik Kunze (Mitte) Frank Walter
Grafiken von Nina




