Umkämpft bis zum Schluss mit glücklichem Ausgang für Wacker II
Heimsieg trotz Auswärtsspiel
Am vergangenen Sonntag konnte Wacker 2 einen erneuten Sieg einfahren. Das Spiel, welches eigentlich in Bischberg stattfinden sollte, wurde am Samstag wegen Unbespielbarkeit der Bischberger Plätze an den Margaretendamm verlegt. Wer jedoch dachte, dies sei ein Vorteil für die Walter-Elf, hatte sich getäuscht.
Nach anfänglicher Dominanz und dem frühen Führungstreffer durch Unberath in Minute fünf kam Bischberg besser ins Spiel und machte es dem Favoriten nicht einfach. Immer wieder riss Bischberg im Mittelfeld durch Köhler und Meinl-Götz das Spiel an sich. Genau zur richtigen Zeit kam für Wacker jedoch ein unglückliches Eigentor von Spielertrainer Schülein zur 2:0-Führung. Dies war jedoch bei weitem nicht der Knackpunkt für die Wacker-Reserve, vielmehr legte Bischberg noch eine Schippe drauf. Immer wieder wurden Yavuz und Schiller gut in Szene gesetzt und die Wacker-Defensive hatte viel zu tun, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Keeper Haase hatte hier erneut einen großen Anteil daran. Kurz vor dem Pausentee konnte dann jedoch Meinl-Götz den Bann brechen und brachte Bischberg wieder heran.
Nach der Pause wollte Wacker schnell eine Entscheidung herbeiführen, scheiterte aber wie so oft an der eigenen Chancenverwertung. Das Ergebnis: der Ausgleichstreffer für Bischberg durch Strobler in Minute 54. Nun ging es hin und her, wobei man leichte Feldvorteile der Heimmannschaft sehen konnte, welche Müller mit dem zwischenzeitlichen 3:2-Führungstreffer unterstrich. Mit schönen Spielzügen ging es weiter Richtung Gästetor, man wurde jedoch immer wieder und berechtigt von dem guten Schiedsrichter Schneider zurückgepfiffen, der in Summe drei Tore wegen Abseitsstellung aberkannte.
Nach einem dieser Pfiffe führte ein Bischberger Konter zu einem fragwürdigen Handelfmeter, den Hohner stark zum erneuten Ausgleich verwandelte.
20 Minuten vor Ende der umkämpften Partie sah nun alles nach einer Punkteteilung aus, zu wenig für den Viertplatzierten, der dringend ein Erfolgserlebnis brauchte um mit Selbstvertrauen in das nächste Spiel gegen den Tabellenzweiten gehen zu können. Für dieses sorgte dann Schwab mit einem unhaltbaren Schuss aus 18 Metern zur erneuten Führung. Bischberg versuchte nun das Spiel an sich zu reißen, um erneut auszugleichen, scheiterte aber an der eigenen Chancenauswertung und der Wacker-Defensive.
So blieb es bei einem glücklichen, aber in Summe verdienten Sieg für Wacker und der Erkenntnis, dass es gegen die SG Drosendorf/Weichendorf mehr braucht als Glück.
Es spielten: Steffen Haase, Armin Kleiber, Stefan Kühl, Markus Unberath, Jörg Rührer, Felix Müller, Simon Zwosta, David Schwab, Tobias Weiß, Patrick Philipp, Stefan Breuer – Adrian Schurius, Pit Schmidt, Markus Müller-Hoehne, Boy Jandam, Martin Schuster, Dennis Schumann, Roland Tornau, Erik Kunze








Grafiken und Bilder von Nina
Fazit zur Winterpause von Trainer Frank Walter „Balu“
Die Hinrunde der Saison 2026/27 geht als erfolgreichste Saison der Wacker-Reserve in die Geschichtsbücher ein,zum kommenden 100-jährigen Jubiläum des FC Wacker Bamberg 2027 genau zum richtigen Zeitpunkt für die Festzeitschrift im nächsten Jahr.
Die Jungs spielen endlich einen richtig guten Fußball. Das jahrelange Antrainieren von schnellem Kurzpassspiel mit maximal zwei Kontakten und Steckbällen ins letzte Drittel sowie das Verständnis, den Ball nicht wie in den 90ern in den Fuß zu spielen, sondern in den Raum, wird jetzt endlich so umgesetzt, wie es in einer A-Klasse eben maximal möglich ist.
Ein Manko ist und bleibt die Chancenverwertung: Statt der bisher erzielten 65 Tore müssten hier mindestens schon 85 stehen.
Was viele der älteren Semester noch immer nicht verstehen, sind die drei Stürmer. Mit Patrick Philipp und David Schwab haben sich in den letzten Spielen jedoch zwei Sechser herauskristallisiert, die die Löcher im Mittelfeld so zulaufen können, wie man sie bei so einer Aufstellung zulaufen muss. Würde ich die beiden Außenverteidiger etwas höher zu meinen Sechsern kriegen, inklusive des sichelförmigen Verschiebens der Viererkette, wäre diese offensive 4-3-3-Formation noch ein bisschen effektiver. Aber wie oben bereits erwähnt: Was möglich ist, ist möglich und deshalb Respekt an die Jungs, an ALLE!
Der bisherige Saisonverlauf der Hinrunde war erneut durchwachsen. Während man (fast) alles gewinnen konnte, scheiterte man an den drei Favoriten aus Drosendorf, Gaustadt und Lichteneiche … drei erste Mannschaften, wovon zwei aus der Kreisklasse abgestiegen sind, was man hierbei nicht vergessen sollte!
Schlimmer sind jedoch die Spiele gegen Pettstadt und 08 Bamberg gewesen. Gegen Pettstadt eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen: 20 Chancen, von denen mindestens 12 erfolgreich hätten sein müssen, und dann verlierst du daheim mit 2:3. Gegen die 08er zwei Standards als Gegentore und kein Glück mit einmal Latte und einmal Pfosten, so fehlen dir wertvolle 5 Punkte, die die oberen drei Mannschaften in erreichbare Nähe gebracht hätten. JA, die Zweite wäre im Aufstiegskampf gewesen, und niemand hätte es mitbekommen …
Unschön: Abseits des Platzes gab es unbegründete Diskussionen, warum auch immer! Zwei bis drei unzufriedene Spieler kritisieren hier die dem Wandel der Zeit geschuldeten neuen Methoden im Umgang mit einzelnen Charakteren, dem System, der Spielweise und den Aufstellungen. Sie erhoffen sich einen Trainerposten, welchem sie definitiv nicht gewachsen sind und versuchten so Unruhe in eine vollkommen intakte Mannschaft zu bringen, die sich mittlerweile zu Freunden auch neben dem Platz entwickelt hat. Umso stolzer bin ich auf meinen Kern, der das nicht angenommen hat, mit der derzeitigen Platzierung geantwortet hat und immer loyal war und ist! Wenn ich nicht fit bin, sporadisch komme oder überm Zenit bin, dann spiele ich eben keine 90 Minuten, nirgendwo! Wenn ich der Meinung bin, ich wäre Trainer, dann suche ich mir eine Mannschaft bzw. nehme ein vorhandenes Angebot eines Vereins an. Gibt es keins? Merkt man dann selber, oder? Statt diese unberechtigte Kritik an einer intakten und erfolgreichen Mannschaft ins Vereinsleben einfließen zu lassen, sollte man sich eher überlegen, sich von solchen Spielern zu distanzieren.
Es bestätigt sich so aber auch, warum ich meine Spielführer bestimme und nicht wählen lasse. Denn nur mit meinen beiden rechten Händen konnte diese zeitweise Unruhe am Ende der letzten Saison und nach den drei Niederlagen gegen die Top-Mannschaften im Keim erstickt und sich wieder auf den Fußball konzentriert werden. Auch Patrick Philipp ist hervorzuheben: Mit Abstand der beste Spielleiter, den ich je als Spieler und Trainer hatte! Immer im Austausch, immer verfügbar trotz Selbstständigkeit und Familie und mittlerweile, nach schwerer Verletzung, zu einem der wichtigsten Spieler geworden.
Ich werde nichts mehr ändern in den kommenden Spielen, bedanke mich für die Loyalität, die aufgebrachte Zeit, den Siegeswillen und das Verständnis meiner Jungs und hoffe, dass wir die Saison so erfolgreich wie nur möglich zum Abschluss bringen. Wir sind auf dem richtigen Weg und wer weiß, was der Fußballgott für uns geplant hat …
