Mit schlechtem Zusammenspiel Torerfolge nicht ermöglicht

Von Spielbeginn an sich nicht mit Ruhm bekleckert hat sich der FC Wacker beim Nachbarn ASV Gaustadt, dem Tabellenvorletzten. Die Gaustadter gingen sofort angriffslustiger und spielfreudiger ins Geschehen und störten zweikampfkräftiger jeden Angriffsversuch. Zwar verbuchte Wacker den ersten Angriff, bei dem Gregor Hetzel zum Gaustadter Keeper Fischer schoss, aber im Gegenzug der Gaustadter Stürmer Wackertorhüter Diego Terrones forderte. Die Heimelf setzte mit guten Zuspielen auf schnelle Vorstöße über ihre Außen und verpasste in der 3. Min. die Möglichkeit mit einem Schuss neben das Tor und suchten stets mit einem Torschuss abzuschließen. Deshalb war vor allem die Abwehr mit Finn Haferkamp, Fabian Popp und Christoph Tippelt im Dauereinsatz. Gegenwehr kam mehr von Einzelattacken wie vom fast einsam im Mittelfeld agierenden Matthias Döhnel, der auch in der 17. und 20. Min. den Gaustadter Torhüter beschäftigte aber nicht bezwingen konnte. Während Gaustadt um jeden Ball rannte und kämpfte und meist gewann machte Wacker es mit zu vielen fehlerhaften Zuspielen und unnötigen Ballverlusten dem Gegner leicht das spielerische Übergewicht zu behaupten. Ein Gaustadter Ballgewinn im Mittelfeld mit genauem Zuspiel nach vorn nutzte der Heimstürmer Popp um von links ins Tor einzuschießen (37. Min., 1:0). Mit dem Anpfiff gelang Timo Renk den vorgeschlagenen Ball mit seiner Schnelligkeit zu erringen, doch für seine passende Flanke war der Kopfballversuch keine echte Gefahr. Überhaupt waren echte Torgefahren auf beiden Seiten Mangelware und die Gaustadter Führung durch den stärkeren Einsatz bis zur knappen Pausenführung auch verdient.

Trotz verbessertem Zusammenspiels in der zweiten Hälfte mit der Einwechslung von Leo Graf und Simon Zwosta konnte mehr spielerischer Druck erzeugt werden, auch wenn Torgefährlichkeit weiter nicht auf dem Programm stand. So führte ein einfacher Ballverlust mit Gaustadter Konterattacke gegen eine überrumpelte Wackerabwehr zur 2:0-Führung durch Rodrigues (65. Min.). Den Spielstand versuchte der ASV mit verstärkter Abwehrsicherung zu halten, weshalb die nun bemühten Anschlussversuche des FC Wacker sich stets festfuhren. Lediglich der mit vielen Sturmsprints sich bemühende Timo Renk schaffte es sich noch in der 90. Min. durchzuackern und konnte damit auch den 2:1-Anschluss erzielen, der aber zu spät für eine Ergebniskorrektur und der insgesamt verdienten Niederlage kam.

Es spielten: Diego Gustin Terrones, Finn Haferkamp, Fabian Popp, Pablo Barrionuevo, Christopher Sünkel, Christoph Tippelt, Anas Ajbara, Moritz Hildenbrand, Matthias Döhnel, Gregor Hetzel, Timo Renk ­– Leo Graf, Simon Zwosta, Tizian Hetterich

  Grafik von Nina