Mehr Gegenwind vom Tabellenschlusslicht als gedacht – aber gut ausgegangen

Von Beginn machte es das Tabellenschlusslicht Lauf dem FC Wacker schwer in erfolgreiche Bahnen zu gelangen. Mit größerer Laufbereitschaft und genauerem Zusammenspiel er­oberten sie sich oft die Bälle im Zweikampf und stießen immer wieder in die Abwehrkette der Gastmannschaft, klopften allerdings nur gefährlich an und wurden durch den sicheren Finn  Haferkamp mit Christoph Tippelt, Gregor Hetzel oder Christopher Sünkel ausgebremst. Bis zur 17. Min. dauerte es bis sich Pablo Barrionuevo das Herz in die Hand nahm und den ersten Wacker-Torschussversuch auf dem Spielfeld tätigte. Pablo legte auch kurz darauf sich spielerisch durchsetzend für den sich auffällig einsetzenden Anas Ajbara auf, der mit seinem Schuss an den Kopf des Laufer Torhüters Kühnlein (24.) abgenickt wurde. Mit jetzt agileren Angriffszügen wurde der schnelle Timo Renk gesucht, der sich auf der Außenbahn durchsetzte, sein Torversuch aber am Heimkeeper abprallte. Auch der danach folgende Kopfball nach einer Flanke in die Strafraummitte auf Matthias Döhnel fand nicht das erwünschte Ziel. In dem für die Hausherren viel Freiraum gelassenen Mittelfeld ackerte außerordentlich Döhnel und Pablo Barrionuevo um das Aufbauspiel der Laufer zu stören und Wacker nach vorne zu dirigieren. Ein Pass davon landete beim neu in der Mannschaft integrierten Anas Ajbara, der selbstsicher mit einem starken Distanzschuss Abwehr und Torhüter keine Chance ließ und zur Wackerführung einhämmerte (28. Min., 0:1).  Dies blieb bei abwechselndem Gekicke der Stand bis zur Pause. Hier wollte der Wacker mit mehr Einsatz jetzt die spielerische Kontrolle übernehmen und Matthias Döhnel begann mit einem guten Versuch (48.) übers Tor. Mit Pässen über die Außen konnte auch mehr Druck ausgeübt werden, auch wenn es immer wieder am Abschluss oder den Versuch dazu haperte. Zudem gab es ausgerechnet im Aufbauspiel immer wieder Ballverluste, die den FC Lauf zu Kontern herausforderten. Der Heimelf fehlte aber der Druck und die Durchsetzungsfähigkeit um auch für dringende Torchancen zu sorgen und erzielten nur wenig gefährliche Versuche, die aber für Wackertorhüter Diego Terrones keine Schwierigkeiten bedeuteten um sie zu weiten Gegenzügen umzumünzen. Kontrollierter im Aufbau erkämpfte sich Wacker jetzt mehr Möglichkeiten mit schnellen Durchbrüchen und der wieder genesene Mittelstürmer Tom Uphaus begann mit einem Schuss auf den Torhüter (60.) und auch der erfreulich lauf- und kampffreudige Neuzugang Theo Hamurculu konnte bei einer fast sicheren Chance (63.) den Heimkeeper Kühnlein nicht überwinden, wozu im Nachzug der Durchschlängelungsversuch von Döhnel an der Abwehr hängen blieb (65.). Eine brillanter Stürmerleistung bot danach Tom Uphaus, der aus dem Mittelfeld sich bis vorne spielerisch nicht abschütteln ließ und mit einer Superleistung abschloss und den absichernden und gefeierten Endstand (72. Min., 0:2) erzielte. Diesen Stand wollte der eingewechselte Alexander Kelembet mit einer guten Chance am Fuß noch erhöhen, zielte aber auf den Laufer Torhüter. Sicherlich haben die Wackerakteure nicht mit diesem Widerstand gerechnet und trotzdem erfolgreich abgeschlossen.

Es spielten: Diego Terrones, Finn Haferkamp, Christoph Tippelt, Christopher Sünkel, Pablo Barrionuevo, Gregor Hetzel, Matthias Döhnel, Ajbara Hamoudi, Theo Hamurculu, Andreas Rödel, Timo Renk ­– Tom Uphaus, Alexander Kelembet

  Grafik von Nina